Ein Schiff wird kommen....

Veröffentlicht am 29.09.2010 in Kommunalpolitik

Frieder Stöckle, SPD Stadtrat und Vorsitzender des Spielplatzvereins

Beitrag von Stadtrat Frieder Stöckle zum Bau des Schorndorfer Piratenschiffs im Schorndorfer Wochenblatt vom September 2010 - Zischend fetzt die scharfe Schneide des Schäleisens am Stamm entlang, löst ein langes Stück Rinde ab und legt das blanke Holz des Robinienstammes frei. Ein kleiner Astansatz sorgt für einen abrupten Stopp: „...auaah! Die Schülerin lässt das Schäleisen fallen und beguckt sich ihre Handflächen: kleine Hauthügel sind da zu sehen „iiih – sieh mal!“ Die Freundin hat ihr Schäleisen ebenfalls fallen lassen und stellt auch bei sich diese erbsengroßen Hügel fest „-bei mir auch...!“

„Das sind Blasen. Nicht weiter schlimm!“ Der Rentner am Nachbarstamm klappt seinen Meterstab auseinander, zeigt auf den Astansatz und meint „vor einem Ast immer stoppen! Und: das Eisen flacher führen, dann geht es leichter...“

Die Schäleisen der Schülerinnen der Palm-Gewerbeschule setzen sich wieder in Bewegung und legen lange Rindenbahnen frei „...aber cooler als Mathe ist das schon...“ Die Arbeit macht offensichtlich Spass.

Neben Schülern der Berufschule sind über ein Dutzend Bürger und Bürgerinnen bei der ‚Schorndorfer Schiffswerft’ aktiv geworden. Auch Kolleginnen und Kollegen aus den Gemeinderatsfraktionen - und Jugendliche, die ihre ‚Sozialstunden’ in diesem Projekt abarbeiteten.

Entstanden ist in über tausend Arbeitsstunden ein multifunktionales Spielgerät, das am Samstag um 16.00 Uhr offiziell am Stadthallensee eingeweiht werden soll.

Der Bürgerbeteiligung im Planungsprozess folgte die Beteiligung der Bürger im Prozess der Realisierung. Die Aktion wurde zu einem ‚Arbeitsfest’, das allen Beteiligten die Erfahrung sinnvollen Gemeinschafts-Handelns und positiver Selbstwahrnehmung vermittelte.

Kompass und Orientierung im Gewusel auf der Baustelle war der schwarze Hut des Spielplatzvereinsmannes Rainer Walter, der die Arbeiten verteilte und koordinierte. Die kreative Arbeit, die Übernahme von Verantwortung und der bewusste Einsatz für ein gemeinsames Ziel befriedigten alle Beteiligten. Beim Feierabendbier blickte man auf die geleistete Tages-Arbeitsstrecke zurück und strukturierte den kommenden Part.
Die Zusammenarbeit mit den Kollegen vom Baubetriebshof um Axel Läpple war unkompliziert und produktiv.

Solche Bürger-Projekte könnten in Zeiten klammer kommunaler Kassen zunehmend wichtig werden: Den Mangel als Chance sehen und nutzen. Aktiv zupacken statt passiv abzuwarten. Hinzu kommt, dass solche Praxisfelder ideale Lern- und Erfahrungsmöglichkeiten für Jugendliche und Schüler darstellen, bei denen allerdings beide Seiten, Alt und Jung voneinander und miteinander lernen.

Die nächsten Projekte zeichnen sich am kommunalen Horizont schon relativ konturscharf ab: die Demontage und Neu-Montage des historischen Kontors der Lederfirma Breuninger. Anfang Oktober wird unter fachlicher Federführung des Heimatvereins der Raum durch einen Restaurator vermessen und dokumentiert. Darauf folgt die Demontage und vorläufige Einlagerung. Hierbei braucht es – wie erst recht dann beim Wiederaufbau (im Technikmuseum?) wieder viele freiwillige kreative Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Müsste doch klappen in der „Heimat guter Ideen“.

 
 

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