
Bericht der Schorndorfer Nachrichten zur Verleihung des Bundesverdienstkreuzes an Karl-Otto Völker, den Fraktionsvorsitzenden der SPD im Schorndorfer Gemeinderat.

Bericht der Schorndorfer Nachrichten zur Verleihung des Bundesverdienstkreuzes an Karl-Otto Völker, den Fraktionsvorsitzenden der SPD im Schorndorfer Gemeinderat.
15. Oktober 2007 - Für sein vielfältiges ehrenamtliches Engagement ist Karl-Otto Völker mit dem Bundesverdienstkreuz am Bande ausgezeichnet worden.
„Unsere Gesellschaft wäre um vieles ärmer, wenn nicht Menschen wie er in unzähligen, auch kleinen, alltäglichen Dingen sehr viel mehr tun, als sie müssten“, sagte Oberbürgermeister Matthias Klopfer in seiner Laudatio.
CVJM, Stadtjugendring, Manufaktur, Jugendzentrum Hammerschlag, Arbeiterwohlfahrt, Kommunalpolitik außerparlamentarisch und im Gemeinderat (seit 1978), SPD-Fraktionsvorsitzender (seit 1986), Kreisrat (seit 1994), Hardware 4 Friends, Hauptinitiator der Schorndorfer Bürgerstiftung und überhaupt Impulsgeber für viele wichtige kommunalpolitische Themen: Der Oberbürgermeister wusste gar nicht, wo er anfangen sollte mit der Aufzählung der Verdienste und Leistungen Völkers, die sich auch in der vom Rathaussaal nicht ganz zu fassenden illustren Gästeschar ausdrückten.
Diese vielfältige ehrenamtliche Arbeit sei im wahrsten Sinn des Wortes unbezahlbar für die Menschen, die davon profitierten, sagte Klopfer. Sie gäben aber auch demjenigen viel zurück, der sie leiste.
„Jeder, der sich engagiert, hat ein besseres Leben als der, der ein ausschließlich selbstbezogenes Leben führt. Engagement erfüllt das Leben mit Sinn und gibt den Menschen, die sich für eine Aufgabe einsetzen, eine Erfüllung, die nicht zu kaufen ist - unbezahlbar also auch für denjenigen, der ehrenamtlich aktiv ist“, so der Oberbürgermeister.
Als Kommunalpolitiker sei Völker auch immer „die Öffnung zur Mitte hin, zum bürgerlichen Lager“ wichtig gewesen. Völkers Stärken skizzierte Klopfer unter Bezug auf Völkers Sympathie für den VfB in der Fußballersprache: „Du bist ein echter Allrounder, kannst mehrere Positionen perfekt spielen. Ein starker Spielmacher, die Nummer 10, die dem VfB gerade fehlt, mit dem genialen Pass in den Strafraum des Gegners. Ein Mittelstürmer, der seinesgleichen sucht, immer am richtigen Platz, selten im Abseits, abschlussstark. Ein Libero alter Spielart, der seine Mannschaft organisiert, immer Ruhe ausstrahlt. Und zugleich auch noch Trainer und Psychologe, der weiß, wie er mit seinen Mitspielern umgehen muss und sie motiviert.“ „Danke für Einsatz und Einsatzbereitschaft, danke für Mitmachen und Mitdenken, danke für Aufbegehren und Versöhnen“, sagte Klopfer, bevor er Völker das vom Bundespräsidenten verliehene Bundesverdienstkreuz anheftete und Völkers Ehefrau Renate einen Blumenstrauß überreichte. Die musikalischen Glückwünsche überbrachte die interfraktionell besetzte Gemeinderatsband.
„Die wichtigste Anerkennung bekomme ich von den Menschen dieser Stadt“, sagte Karl-Otto Völker, der sich gleichwohl entschieden hat, diese Auszeichnung anzunehmen. Einerseits, weil Wertschätzung zum Ehrenamt dazugehöre „wie die Luft zum Atmen“, andererseits, weil er hoffe, dass er mit dieser Auszeichnung Werbung fürs Ehrenamt machen und ein Stück weit ein Beispiel dafür geben könne, „dass es sich lohnt, sich für die Allgemeinheit zu engagieren“.
„Es sind die Begegnungen mit Menschen, die dem Leben einen Wert geben“, sagte Völker und betonte, er nehme diese Auszeichnung stellvertretend für alle an, die ihn mehr als 40 Jahre lang in verschiedenen Funktionen begleitet und gemeinsam mit ihm für die unterschiedlichen Ziele und Projekte gekämpft hätten.
Nach dem Motto: „Gemeinsam sind wir stark.“
Kreißsaal, Hörsaal, Plenarsaal: Das sei nie seine Lebensplanung gewesen, betonte Karl-Otto Völker, der gleichwohl den „Marsch durch die Institutionen“ angetreten hat. Aber: „Man muss nicht im Gemeinderat sitzen, um etwas für seine Stadt tun zu können“, machte er auch deutlich. Er persönlich freilich habe die Kommunalpolitik ungeachtet dessen, dass sie nicht nur Glück und Erfüllung bringe, „nie als Bürde, sondern immer als Bereicherung empfunden, und ich würde es heute wieder so machen“, sagte Völker.
Quelle: Schorndorfer Nachrichten
Redakteur: Hans Pöschko
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