Schorndorfer SPD nominiert Liste für Gemeinderatswahl

Veröffentlicht am 28.02.2009 in Kommunalpolitik

Nach dreieinhalb Stunden Wahlmarathon war es geschafft: Die Schorndorfer Sozialdemokraten haben ihre Kandidatinnen und Kandidaten für die Gemeinderatswahl am 7. Juni nominiert. Mit einem breiten Spektrum an Bewerbern will die SPD ihre bisherigen neun Sitze halten. Was nach der Verkleinerung des Gemeinderats von 36 auf 32 Sitze ein großer Erfolg wäre, so Ortsvereinsvorsitzender Hans-Ulrich Schmid bei der Versammlung. „Wir haben dem Wähler eine sehr attraktive Liste anzubieten, mit Kandidatinnen und Kandidaten die in der Bevölkerung verankert sind“.

Die Liste wird vom Fraktionsvorsitzenden Karl-Otto Völker angeführt, der von den Mitgliedern einstimmig für den ersten Platz nominiert wurde. Auf den Plätzen zwei und drei folgen Ursel Kamps, stellvertretende Fraktionsvorsitzende und Hans-Ulrich Schmid, Wirtschaftsförderer bei der Region Stuttgart. Über die ersten drei Plätze wurde jeweils einzeln abgestimmt.

Alle amtierenden SPD-Stadträte kandidieren erneut. Für Schmid ist das ein gutes Zeichen: „Es macht offensichtlich Spaß, mit einem Oberbürgermeister von Format in unserer Stadt etwas zu bewegen“. Im übrigen stehe die SPD im Schorndorfer Rathaus für eine berechenbare und bürgernahe Kommunalpolitik.

Unter den Bewerbern befinden sich auch Kandidaten die kein SPD-Parteibuch besitzen, wie etwa der SchoWo-Macher Jürgen Dobler, der mittelständische Unternehmer Ulrich Härer und der Buhlbronner Ortschaftsrat Hans-Joachim Kramer. Ab Listenplatz vier wurden die Bewerber im Blockverfahren gewählt:

4. Thomas Berger, Stadtrat und Polizeibeamter aus Miedelsbach
5. Dr. Frieder Stöckle, Stadtrat und Vorsitzender des Spielplatzvereins
6. Silke Olbrich, Stadträtin und Lehrerin
7. Dagmar Keller, Lehrerin und Lehrbeauftragte aus Oberberken
8. Heidi Rapp, Stadträtin und Diplom-Kauffrau
9. Martin Thomä, Stadtrat und Berufsschullehrer
10. Yalcin Akgün, Betriebsleiter und Vors. der Islam. Gemeinde aus Weiler
11. Sebastian Altemüller, Parlamentarischer Berater im Landtag
12. Ingrid Salmann-Kapouranis, Selbständige Gastronomin
13. Susanne Degel, Stadträtin und Journalistin
14. Dieter Seelow, Stadtrat, Musiker und Vors. des Jazzclubs Session 88
15. Klaus Reuster, Berufsberater und Vorsitzender der Naturfreunde
16. Christian Kollmer, Industrieelektroniker
17. Jürgen Dobler, Unternehmer und Kirchengemeinderat
18. Ulrich Härer, Diplom-Ingenieur und Unternehmer
19. Michel Lokies, Diplom-Sozialarbeiter
20. Tina Markgraf, Hausfrau und AWO-Geschäftsführerin
21. Marianne Manko, Verkäuferin und Betriebsrätin aus Schlichten
22. Hans-Joachim Kramer, Ortschaftsrat und Schreiner aus Buhlbronn
23. Christel Wöhrle, Lehrerin und Vorsitzende der SG Volleyballabteilung
24. Leander Geisinger, Diplom-Mathematiker
25. Jorgo Prassas, Student
26. Dr. Rolf Gutmann, Rechtsanwalt
27. Brigitte Launer, Diplom-Finanzwirtin aus Oberberken
28. Stefan Jirka, Verwaltungswissenschaftler
29. Jürgen Rosteck, Selbständiger Handwerksmeister
30. Uwe Bieler, Polizeibeamter und Personalratsvorsitzender
31. Matthias Höfer, Rechtsanwalt
32. Prof. Klaus Dobler, Hochschuldozent.

Den Schwerpunkt ihrer Arbeit für die nächste Amtszeit sieht die SPD im Ausbau der Kinderbetreuung für unter Dreijährige, der Ganztagesbetreuung und der Verbesserung der Ferienbetreuung. "Damit das familienfreundliche Schorndorf nicht nur ein leeres Versprechen bleibt“, so Fraktionsvorsitzender Karl-Otto Völker bei der Vorstellung kommunalpolitischer Leitlinien.

Erklärtes Ziel der SPD ist auch die Übernahme des gesamten Stromnetzes nach Ablauf der Konzessionsverträge. Die Stadtwerke sollen außerdem in ein Regionalwerk „Mittleres Remstal“ für die Energieversorgung von Winterbach bis Plüderhausen umgebaut werden.

Im Hinblick auf die bevorstehende Wahl des Jugendgemeinderats versprach Völker eine ernsthafte Unterstützung der Jungparlamentarier bei ihrer Arbeit. „Wenn der Jugendgemeinderart nicht ernstgenommen wird, ist das Projekt zum Scheitern verurteilt“. Neben einer Neugestaltung des Bahnhofsvorplatzes will sich die SPD für zusätzliche IC-Halte einsetzen. Der Entwurf der Leitlinien soll jetzt mit den Gemeinderatskandidaten und interessierten Bürgern weiter entwickelt und diskutiert werden. Die endgültige Verabschiedung ist im Rahmen einer Mitgliederversammlung im März vorgesehen.

 
 

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Kommentare

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Korrekte Wahl

Die Erstellung der SPD-Liste zur Gemeinderatswahl ist formal völlig korrekt verlaufen. Fast fünfzig Mitglieder haben die jetzt vorliegende Liste legitimiert. Wie in allen Parteien üblich, hat der Vorstand der Versammlung einen Wahlvorschlag unterbreitet, der in allen Teilen veränderbar war und ja auch verändert wurde. Als Partei, die fest in der Schorndorfer Bürgerschaft verankert ist, legen wir Wert darauf, dass auch Nicht-Mitglieder die Chance zur Kandidatur auf der SPD-Liste haben. Entscheidende Kriterien bei der Listenaufstellung waren weniger die Parteizugehörigkeit als das soziale und gesellschaftliche Engagement das unsere Kandiadatinnen und Kandidaten in der Vergangenheit für unsere Heimatstadt gezeigt haben.

Autor: Hans-Ulrich Schmid, Vorsitzender SPD Schorndorf, Datum: 04.02.2009, 10:02 Uhr


Unverständliches Chaos

Meiner Meinung war das alles so ziemlich abgesprochen. Und warum sind so viele Nicht-Mitglieder so weit vorne auf der Liste? Das war doch hoffentlich keine Absicht!?

Autor: Unwichtig, Datum: 03.02.2009, 19:26 Uhr


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