Schorndorfer Jusos wollen Jugendgemeinderat

Veröffentlicht am 06.11.2007 in Kommunalpolitik
Jusos

Mit einem Vorschlag starten die Schorndorfer Jusos jetzt in die Diskussion zur Wahl eines Jugendgemeinderats. Bei einer Veranstaltung am Sonntag, 27.01.2008 um 11 Uhr im Schorndorfer Rathaus sollen andere politische Jugendorganisationen, aber auch die Vertreter der Schorndorfer Schulen vom Konzept überzeugt werden.

Ein Konzept, das bereits in zahlreichen Kommunen in Baden-Württemberg und auch im Rems-Murr-Kreis erfolgreich umgesetzt wurde.

„Jugendgemeinderäte sind die berechtigte Interessenvertretung der Jugendlichen gegenüber der kommunalen Politik und bieten jungen Menschen einen Einstieg in die Politik – ohne Parteibindung“, ist für den Vorsitzenden der Schorndorfer Jusos, Robin Völker, eine ausreichende Begründung zur Wahl eines Jugendgemeinderats, auch in der Daimlerstadt.

Nach den Vorstellungen der Jusos soll der Jugendgemeinderat 30 Sitze haben. Die Jugendgemeinderäte, so Anna-Maria Zouhar (zweite Vorsitzende der Jusos in Schorndorf), werden innerhalb ihrer Schule gewählt und in den Jugendgemeinderat entsandt. Dabei steht jeder Schule eine bestimmte Anzahl an Sitzen zu. „Dadurch, dass jede Schule nach ihrer Größe eine gewisse Anzahl an Sitzen zusteht, besteht nicht die Gefahr dass der Jugendgemeinderat zu einem reinen ‚Gymnasiastenrat’ wird“ (Robin Völker). Bei der Wahl können die SchülerInnen nur KandidatInnen aus ihrer eigenen Schule wählen. Das hat nach Ansicht von Anna-Maria Zouhar den Vorteil, dass die Kandidaten eher bekannt sind.

Die Mitglieder werden auf ein Jahr gewählt. Zur Arbeitsweise des Jugendgemeinderats stellen sich die Jusos ein Rede- und Antragsrecht im Gemeinderat mit einem eigenen Etat für Öffentlichkeitsarbeit, Veranstaltungen und sonstige Projekte vor. Wahlberechtigt sollen alle SchülerInnen sein, die eine Schorndorfer Schule besuchen, ihren Wohnsitz in Schorndorf haben und mindestens die 7. Klasse besuchen und höchstens in der Jahrgangsstufe 13 sind, bzw. höchstens 19 Jahre alt sind. Ziel des Jugendgemeinderats soll sein, die Stadt für Jugendliche attraktiver zu gestalten.

Dazu gehören nach Meinung der Initiatoren die Mitsprache bei der Gestaltung und Einrichtung von Spiel- und Sportplätzen, die Radwege- und Verkehrsplanung, die Umgestaltung von Schulhöfen, der Öffentliche Personennahverkehr mit Nachtbussen und entsprechenden Tarifen.

Robin Völker und seine MitstreiterInnen hoffen, dass die Initiative auf eine große Resonanz stößt und in Schorndorf zu Beginn des Schuljahres 2008/2009 die erste Wahl erfolgen kann.

Wer Interesse an einer Mitarbeit bei den Schorndorfer Jusos oder Fragen zum Jugendgemeinderat hat, kann sich gerne an Robin Völker wenden. Per Mail an robin_schorndorf at yahoo.de oder Tel. 07181/5685.

 
 

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