
Die SPD-Landes- und Fraktionsvorsitzende Ute Vogt hält Privatisierung der Bahn unter den jetzigen Umständen für falsch.

Die SPD-Landes- und Fraktionsvorsitzende Ute Vogt hält Privatisierung der Bahn unter den jetzigen Umständen für falsch.
Auf Einladung von BUND, Naturfreunde Schorndorf und dem SPD-Ortsverein gastierte die SPD-Politikerin Ute Vogt am vergangenen Donnerstag im Kino der Manufaktur. Schon auf dem Weg dorthin wurde klar, dass die Manufaktur an diesem Abend kein Mehdorn-Land war. Das Treppengeländer zum Kino schmückte ein großes Leintuch mit der Aufschrift „Stoppt den Börsengang“. Und auch drinnen das gleiche Bild. Vor rund 40 Zuhörern erläuterte Vogt die ablehnende Haltung der Landes-SPD zum Börsengang, die letzten Endes mit zum Scheitern der Bahnprivatisierung in ihrer jetzigen Form beigetragen hat.
Das jetzt verworfene Privatisierungsmodell sah vor, die Bahn zu 49,9 Prozent an private Investoren zu verkaufen. Damit wäre Heuschrecken Tür und Tor geöffnet worden sagte Vogt. Die Auswirkungen für die Bürger wären dann vor allem auf dem Land zu spüren.
„Der Renditedruck, der von privaten Investoren ausgeht, würde im gesamten Netz zu Streckenstilllegungen führen. Das kann und darf nicht Ziel unserer Bahnpolitik sein.“
Vogt machte klar, dass man sich grundsätzlich die Frage stellen müsste was die Bahn eigentlich leisten soll. Vogt: „Brauchen wir eine Bahn, die weltweit Logistikfirmen kauft, oder ist es vor allem Aufgabe der Bahn als Teil der Daseinsvorsorge einen möglichst flächendeckenden Schienenverkehr anzubieten?“ Für Vogt wie für die meisten Anwesenden ist die Sache klar. Die Bahn muss vor allem die Menschen zuverlässig transportieren bevor sie Waren von Warnemünde nach Wladiwostok schickt.
Wie es mit der Bahn weitergeht konnte an diesem Abend nicht abschließend geklärt werden, aber die Tatsache, dass die Privatisierung in ihrer jetzigen Form nicht mehr kommt ist schon ein Erfolg. Als Aufgabe wurde Frau Vogt mit auf den Weg gegeben, sich auch in Zukunft für eine Bahn für alle einzusetzen und dafür zu Sorgen, dass die Anliegen der Bürger in der Politik in Zukunft noch stärker gehört und ernst genommen werden.
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