SPD will Qualität in Ganztagsschulen

Veröffentlicht am 04.05.2007 in Kommunalpolitik

Bei der Jahresmitgliederversammlung des Schorndorfer SPD-Ortsvereins am vergangenen Donnerstag standen die Themen Kindergarten und Ganztagsschule im Mittelpunkt der Diskussion. Für Oberbürgermeister Matthias Klopfer, den die Sozialdemokraten als Referenten eingeladen hatten, ist die Weiterentwicklung von Schulen und Kindergärten ein zentrales Thema. Aufgrund zurück gehender Kinderzahlen schließt der OB die Schließung einzelner Einrichtungen nicht aus, will aber dadurch frei werdende Mittel für Qualitätsverbesserungen an Schulen und Kindergärten und die weitere Erhöhung der Zahl an Ganztagsplätzen einsetzen.

Unzufrieden ist Matthias Klopfer mit der Politik des Landes in Sachen Ganztagsschule. Schulen und Stadtverwaltung erführen erst aus der Zeitung und viel zu kurzfristig von den Entscheidungen im Stuttgarter Kultusministerium. Auch die Versorgung der ausgesuchten Schulen mit Lehrpersonal sei völlig unzureichend, um die notwendige Qualität der Betreuung zu gewährleisten.

Das verpflichtende ganztägige Betreuungsangebot an der Kepplerschule löst offenbar weiter heftige Proteste bei Eltern aus, die sich auf ihr Selbstbestimmungsrecht bei der Kindererziehung beziehen. Der in der Versammlung wieder gewählte SPD-Ortsvereinsvorsitzende, Hans-Ulrich Schmid, sagte dazu: „Moderne Ganztagsschulen, wie die SPD sie versteht, sind kein Sammelbecken ausschließlich für Kinder aus sozial schwachen Familien.“ Das Erfolgsrezept solcher Schulen, zum Beispiel in Skandinavien sei, dass sie in Ihrer Zusammensetzung dem Querschnitt der ganzen Gesellschaft entsprechen. Nur dann hätte das Drittel der Kinder, die beim heutigen deutschen Schulsystem „unter die Räder kommen, die Startchancen, die sie verdienen.“ Die SPD werde sich weiter dafür einsetzen, diesen Kindern, „die ihre Interessen nicht in Leserbriefen und Eingaben an Politiker artikulieren können“, gerecht zu werden.

Hans-Ulrich Schmid konnte in seinem Rechenschaftsbericht auf eine erfolgreiche Arbeit im vergangenen Jahr verweisen. Nach einer enttäuschenden Landtagswahl habe die SPD die Oberbürgermeisterwahl positiv begleitet. Wie im Rathaus auch, sei bei der Schorndorfer SPD „frischer Wind“ zu spüren. Erfreulich sei die Mitgliederentwicklung, die entgegen dem Trend in den politischen Parteien positiv ist (plus fünf Prozent seit 2005). Die sei auch der Juso Gruppe zu verdanken. Für die nächsten Monate plant die SPD zahlreiche Veranstaltungen. Erster Höhepunkt ist am 12. Mai eine Konferenz von Bürgermeistern und Kommunalpolitikern in der Künkelinhalle zu Zukunftsfragen der Kommunalpolitik. Weitere Schwerpunkthemen der SPD sind Kinder, Bildung und Familie. Am Sonntag, 24. Juni, feiert die SPD (Beginn 15 Uhr, CVJM-Heim auf der Au) ein Sommerfest.

Im Vorstand der SPD herrscht Kontinuität. Neben dem Vorsitzenden Hans-Ulrich Schmid und als Stellvertreterin Dagmar Keller wurden Silke Olbrich, Marianne Manko, Sybille Ernst und Christian Kollmer in den Vorstand wieder gewählt. Neu hinzugekommen ist Sebastian Altemüller. Nach 25 Jahren Kassiertätigkeit wurde Peter Frank aus dem Amt verabschiedet. Neuer Kassier ist Peter Urban.

 
 

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