„Fokuskonzept Mobilität“

Veröffentlicht am 19.03.2025 in Fraktion

... ist der Titel für ein  Mobilitätskonzept für Schorndorf, mit dem für alle Verkehrsteilnehmer, zu Fußgehende, Fahrradfahrende, Autofahrende und der ÖPNV, die best mögliche Aufteilung des öffentlichen Raums der Zukunft überlegt und geplant werden soll. Letzte Woche wurden die Ergebnisse einer repräsentativen Befragung von 1120 Bürgerinnen und Bürgern vorgestellt, welche die Grundlage für das zu erstellende Verkehrskonzept ist. Zusätzlich wurde noch das Ergebnis einer offenen online Befragung mit 1284 Teilnehmenden berücksichtigt. Ein großer Teil der Menschen nutzt fast täglich den PKW, ähnlich viele gaben an, die Wege in der Stadt zu Fuß zurückzulegen. Mehr als die Hälfte nutzt das Fahrrad und nur knapp ein Viertel den Bus. Das Nutzungsverhalten zeigt auch, es ist noch viel Luft beim Radverkehr, wie auch beim ÖPNV. Bei verbesserter Taktzeit, speziell auch in den Randzeiten, und optimierter Preisstruktur für Einzelfahrten wären mehr Menschen bereit, die Busse häufiger zu nutzen. Bei einer besseren Radinfrastruktur würden mehr Menschen mit dem Fahrrad fahren. In Schorndorf sind ca. 14% mehr PKWs angemeldet als im Durchschnitt vergleichbarer Städte. Dies macht sich natürlich auch auf unseren Straßen bemerkbar. Immer wieder ist Geduld bei denen gefragt, die mit dem PKW durch Schorndorf fahren wollen, da sich zu bestimmten Tageszeiten einfach immer Staus bilden. Obwohl Schorndorf ausreichend Parkplätze hat, sind 46% der Teilnehmenden nicht zufrieden.

Aber uns allen muss doch auch klar sein, dass nicht vor jedem Geschäft oder jeder Gaststätte für alle ein freier Parkplatz vorgehalten werden kann. Aussagen wie „Autofahren liegt in der Natur des Menschen“ und „Busse verstopfen den Verkehr“ müssen uns dazu bringen über eine neue Mobilität der Zukunft nachzudenken. Es geht nicht darum Autos schlecht zu reden, sondern einen attraktiven Mix für die Stadt Schorndorf zu erreichen, in die man gern hingeht und es sich gut gehen lassen kann. Wenn mehr Menschen, die, die es können, zu Fuß gehen, mit dem Fahrrad fahren oder den ÖPNV nutzen, bleibt für die, die unbedingt auf das Auto angewiesen sind, mehr Platz auf den Straßen. Aber dazu muss gerade der ÖPNV und die Infrastruktur für Fahrradfahrende dringend optimiert werden. Klar, der Platz in unserer Stadt  ist begrenzt. Ein Beispiel für den Radverkehr wäre, dort wo zu wenig Platz ist, könnten Fahrradstraßen eingerichtet werden. Fahrradstraßen machen eine Straße zum Radweg, aber Autos können dort weiter zulässig sein. Trotz unterschiedlicher Interessen, geht es nun darum, gemeinsam ein Mobilitätskonzept für die Zukunft zu entwickeln, das ein gutes Miteinander aller Verkehrsteilnehmer ermöglicht. Machen Sie mit, bringen Sie Ihre Ideen ein und beteiligen Sie sich. Gern Anregungen an  juergen.erdmann@schorndorf.de

Fraktionsbeitrag Jürgen Erdmann Schorndorf Aktuell 20.03.2025

 
 

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