Für unsere demokratischen Talente

Veröffentlicht am 03.03.2025 in Fraktion

Am vergangenen Samstag waren Vertreter*innen der Parteien nochmals vor Ort und warben um die Stimmen der Bürgerinnen und Bürger. Ein älterer Mann - nicht grad’ der Typ linksversifft oder von der Sorte „keine Tassen im Schrank“ (F. Merz bei einer Wahlkampfveranstaltung) - eher so ein ganz normaler Mensch, der hinsieht und hinhört. Der sagte ganz leise im Vorbeigehen: „Wissen Sie, ich hab’ Angst. Angst, dass die Rechtsextremen noch stärker werden.“ Mir blieb nicht viel mehr, als zu sagen: „Ich auch.“
Am Sonntag dann erreichte eine in weiten Teilen rechtsextreme Partei eine völkisch-nationalistische Partei, die die Menschenwürde nicht achtet, die unseren Staat verachtetet und die keine Lösungen für die Herausforderungen unserer Zeit hat, über 20 Prozent der Stimmen. Das muss allen Demokratinnen und Demokraten Angst machen. Aber es darf uns nicht still werden lassen.
Und wenn Sie jetzt fragen: Was hat das denn jetzt mit uns in Schorndorf zu tun? Viel! Nicht nur, dass auch in unserem Gemeinderat Vertreter*innen dieser Partei sitzen. Sondern, dass wir hier alle zusammen aufgerufen sind, uns gegen Hass und Hetze zu stellen. Und vielmehr noch: Für unsere Ideen zu kämpfen und dafür, wie wir uns ein Zusammenleben in unserer Stadt und in unserem Land vorstellen und wie wir mit den großen Herausforderungen der Zeit umgehen.

Wir haben wenig Geld und viele Aufgaben, die vor uns liegen. Wir sind konfrontiert mit der bedrohlich fortschreitenden Klimakrise und wir suchen nach Wegen, wie wir als Gesellschaft gut und friedlich zusammenleben können. Das geht uns nicht nur in Schorndorf so, das ist im Land, im Bund und weltweit nicht anders.
Aber das Beste kommt zum Schluss: Wir leben in einer Demokratie und die fängt bei uns an. In unserer Stadt können wir, ob als gewählte Rät*innen im Gemeinderat, ob in den Vereinen, Kirchen und Institutionen, überall um die besten Lösungen für unsere Stadt und für alle Menschen, die hier leben streiten. In einem Beitrag des deutschen Städte und Gemeindebundes steht der schöne Satz: „Kommunen sind Orte der freiheitlichen Demokratie.“ Denn hier können wir uns ganz unmittelbar einbringen, können von Angesicht zu Angesicht diskutieren und auch streiten. Hier setzen wir uns für den Bau von Kitas oder Feuerwehrhäusern ein, hier unterstützen wir die Vereine und überlegen uns wie unsere Stadt morgen aussehen könnte. Und hier verteidigen wir unsere Demokratie und stehen ein für unsere Werte.
Ich finde, man kann bei all dem, was um uns herum passiert, schon Angst bekommen. Aber das beste Mittel gegen die Angst ist ihr unsere Ideen, unsere Kraft und unser demokratisches Talent, Kompromisse zu schließen entgegenzusetzen.
Ich freue mich auf Ihre Rückmeldungen sabine.reichle@schorndorf.de.

Fraktionsbeitrag Sabine Reichle Schorndorf Aktuell 27.02.2025

 
 

Homepage SPD Schorndorf

Termine

Alle Termine öffnen.

18.06.2026, 19:00 Uhr - 22:00 Uhr Feierabendgespräch

17.09.2026, 19:00 Uhr - 22:00 Uhr Feierabendgespräch

19.11.2026, 19:00 Uhr - 22:00 Uhr Feierabendgespräch

Alle Termine

SPD und Jusos im Netz

SPD BW / SPD Rems-Murr
Jusos BW
/ Jusos Rems-Murr

MandatsträgerInnen der Region

Für Sie im Kreistag: SPD Rems Murr
Mitglied im Landtag: Simone Kirschbaum

"Lesenswert ..."

Wolf Lotter (2018): Innovation. Streitschrift dür barrierefreies Denken.

Allerorten werden die innovativen Kräfte in Wirtschaft, Technik, Politik und Gesellschaft beschworen – aber Technologieskandale und scheiternde Großprojekte erwecken den Eindruck: Es geht nicht voran in Deutschland. Was Innovation wirklich bedeutet und wie man die Kräfte des barrierefreien Denkens nutzen kann, zeigt Wolf Lotter, Gründungsmitglied und ständiger Autor des Wirtschaftsmagazins »brand eins« in seinem neuen Buch.

mehr

Ernst Ulrich von Qeizsäcker, Anders Wijkman u.a. (2018): Wir sind dran. Was wir ändern müssen, wenn wir bleiben wollen. Eine neue Aufklärung für eine volle Welt. Club of Rome: Der große Bericht.

Bis 1990 gab es den Kalten Krieg. Aber als der Kommunismus weg war, ist das Kapital arrogant geworden und hat in allen Ländern der Welt die Deregulierung durchgekämpft. Und eine Zeit lang hat man auch geglaubt, das ist gut für alle. Aber das stimmt überhaupt nicht. Es ist erstens schlecht für die Natur, zweitens sehr schlecht für die künftigen Generationen und drittens ist es auch für den normalen Alltag schlecht, zum Beispiel Finanzkrisen, die auch durch Deregulierung ausgelöst worden sind. Wir müssen also die Arroganz des Kapitals wieder in die Schranken weisen und das heißt Regulierung auf internationaler und nationaler Ebene." Ernst Ulrich von Weizsächer

mehr

Sigrid Klausmann/Walter Sittler (2017): Nicht ohne uns! - Not without us!

15 Länder, 16 Kinder, 5 Kontinente, 1 Stimme - Ein Film der Dokumentarfilmerin Sigrid Klausmann (nach einer Idee von Walter Sittler) über die Zukunft unseres Planeten, die unsere Kinder einmal mitgestalten werden - ein Appell an uns alle: NICHT OHNE UNS! (Filmprojekt und interaktive Plattform für - nicht nur für - Kinder).

mehr

Pierre Rabhi (2018): Manifest für Mensch und Erde. Für einen Aufstand des Gewissens.

Unser Planet krankt an der Menschheit. Energie-, Klima- und Nahrungsmittelkrise sind Symptome der größten Naturkatastrophe der Erde. Der Mensch erschöpft ihre Ressourcen, bringt das natürliche Gleichgewicht aus dem Lot und betreibt eine zerstörerische Landwirtschaft. Pierre Rabhi – Galionsfigur der Entschleunigungsbewegung, militanter Umweltaktivst, Landwirt in den Cevennen mit südalgerischen Wurzeln – fordert in diesem Manifest einen Aufstand des Gewissens. Dabei geht er über den bloßen Kampf gegen die Imperative der Produktion, des Wettbewerbs und der Wirtschaftlichkeit hinaus. Er erinnert uns daran, dass ein Leben unter Missachtung der Gesetze des Lebenden nicht möglich ist, dass es kein Leben abseits der Natur gibt, und dass, – gerade weil das, was wir als Zivilisation bezeichnen, nur auf Bewährung existiert, – es jedem Einzelnen von uns obliegt, der Zerstörung jetzt ein Ende zu setzen.

mehr

Stimme für Vernunft

Mitglied werden

Bildergebnis für spd logo hetze

Zeitung der Sozialdemokratie seit 1876

Friedrich-Ebert-Stiftung

Teilen und Drucken